Saturday, February 20, 2010

Reinheitsgebot of 1516 (or Germany's Purity Law)

Stumbling through a whole list of links today, I ran across the Reinheitsgebot of 23 April, 1516, or Germany's Purity Law on Beer.  I've provided the original text in German and the English translation.  The link for the originating pages are provided as well.


Das Reinheitsgebot of 1516
Das Reinheitsgebot ist das älteste Lebensmittelgesetz, an das man sich in Deutschland und vielerorts im Ausland immer noch hält, zum Wohle aller Bierfreunde. Wegen der damals oftmals schlechten Qualität der gebrauten Biere wurde am 23.4.1516 eine bereits im Münchener Raum bewährte Regelung erlassen. Daraufhin durften zum Brauen nur noch Gerstenmalz, Hopfen und Wasser verwendet werden.
"Wie das Bier im Sommer und Winter auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll:
"Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, dass forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten, die keine besondere Ordnung dafür haben , von Michaeli bis Georgi eine Maß oder ein Kopf Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als drei Heller bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden. Wo aber einer nicht Märzen sondern anderes Bier brauen oder sonst wie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen. Wer diese unsere Androhung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Fass Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich weggenommen werden. Wo jedoch ein Gauwirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeinsame Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemand erlaubt und unverboten sein, die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken. Auch soll uns als Landesfürsten vorbehalten sein, für den Fall, dass aus Mangel und Verteuerung des Getreides starke Beschwernis entstünde (nachdem die Jahrgänge auch die Gegend und die Reifezeiten in unserem Land verschieden sind), zum allgemeinen Nutzen Einschränkungen zu verordnen, wie solches am Schluss über den Fürkauf ausführlich ausgedrückt und gesetzt ist.
"Zu diesem Zeitpunkt war der Gebrauch und der Einfluss von Hefe noch nicht eindeutig bekannt bzw. gesichert. Dies wurde erst 1551 in einer Münchener Brauverordnung betont. In ihr steht, dass die Brauer "Gerst, guetten hopffen, wasser und hepffen einen rechten sutt und kielung geben". Hier wurde auch schon zwischen unter- und obergäriger Hefe unterschieden."
Germany's Purity Law

Following is an English translation of the Reinheitsgebot (German Purity Law) adopted in 1516, the oldest provision still enforced to protect the consumer. This is taken from the article "History of German Brewing" by Karl J. Eden, published in 'zymurgy' magazine, Vol. 16, No. 4 Special 1993.
 "We hereby proclaim and decree, by Authority of our Province, that henceforth in the Duchy of Bavaria, in the country as well as in the cities and marketplaces, the following rules apply to the sale of beer:
"From Michaelmas to Georgi, the price for one Mass [Bavarian Liter 1,069] or one Kopf [bowl-shaped container for fluids, not quite one Mass], is not to exceed one Pfennig Munich value, and
"From Georgi to Michaelmas, the Mass shall not be sold for more than two Pfennig of the same value, the Kopf not more than three Heller [Heller usually one-half Pfennig].
"If this not be adhered to, the punishment stated below shall be administered.
"Should any person brew, or otherwise have, other beer than March beer, it is not to be sold any higher than one Pfennig per Mass.
"Furthermore, we wish to emphasize that in future in all cities, markets and in the country, the only ingredients used for the brewing of beer must be Barley, Hops and Water. Whosoever knowingly disregards or transgresses upon this ordinance, shall be punished by the Court authorities' confiscating such barrels of beer, without fail.
"Should, however, an innkeeper in the country, city or markets buy two or three pails of beer (containing 60 Mass) and sell it again to the common peasantry, he alone shall be permitted to charge one Heller more for the Mass of the Kopf, than mentioned above. Furthermore, should there arise a scarcity and subsequent price increase of the barley (also considering that the times of harvest differ, due to location), WE, the Bavarian Duchy, shall have the right to order curtailments for the good of all concerned."

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